21. bis 27. September 2026
Rund 70 Prozent der Reanimationsbehandlungen nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand finden im häuslichen Umfeld statt. Häufig sind Menschen vor Ort, die der betroffenen Person nahestehen – und gerade dann ist die Unsicherheit oft groß: Was muss ich tun? Kann ich etwas falsch machen?
Die wichtigste Antwort lautet: Nicht zögern. 112 wählen und handeln. Denn niemand muss in diesem Moment zum Reanimationsexperten werden. Die Leitstelle kann Ersthelfende bereits während des Notrufs durch die Wiederbelebung führen und bei den notwendigen Schritten unterstützen.
Reagiert die Person?
Atmet sie normal?
112 wählen
und den Anweisungen der Leitstelle folgen.
Herzdruckmassage beginnen
5–6 cm tief
100–120-mal pro Minute
Wer die 112 wählt, ist im Ernstfall nicht auf sich allein gestellt. Besteht der Verdacht auf einen Herz-Kreislauf-Stillstand, können Mitarbeitende der Leitstelle bereits während des Notrufs zur Wiederbelebung anleiten und Schritt für Schritt durch die notwendigen Maßnahmen führen.
Telefon auf Lautsprecher, bei der betroffenen Person bleiben und den Anweisungen folgen. Entscheidend ist, möglichst schnell mit der Herzdruckmassage zu beginnen.
In 38,4 Prozent der dokumentierten Fälle wurden Ersthelfende 2025 von Mitarbeitenden der Leitstellen telefonisch zur Wiederbelebung angeleitet.
Quelle: Deutsches Reanimationsregister
Muss ich die betroffene Person für die Herzdruckmassage entkleiden? Kann ich dabei Rippen verletzen? Muss ich beatmen? Und was mache ich, wenn kein Defibrillator in der Nähe ist?
Gerade solche Unsicherheiten können dazu führen, dass Menschen im entscheidenden Moment zögern. Deshalb beantworten Expertinnen und Experten von DGAI und BDA während der Woche der Wiederbelebung 2026 jeden Tag eine konkrete Frage – kurz, verständlich und praxisnah im Video.