Story 10

 

Herr P. konnte sich nie bedanken – bis sein Retter ihn plötzlich im Wartezimmer wieder erkennt!

von Christian Möck

Mein Name ist Christian Möck und ich bin Feuerwehrbeamter der Freien- und Hansestadt Hamburg. Ich möchte Ihnen von einem besonderen Einsatz aus dem Februar diesen Jahres berichten. Es handelt sich dabei um eine Reanimation in den frühen Morgenstunden des 9. Februar, an der ich direkt mit Herrn Renee Hoeck als Besatzung des RTW 24A beteiligt war. Die Umstände an der Einsatzstelle waren suboptimal und dass der Patient alles ohne Folgeschäden überstanden hat, kann man als äußerst glücklich betrachten.

Was sich allerdings einige Zeit später, nämlich am 25. Februar im Universitären Herzzentrum des Uniklinikum Hamburg Eppendorf ereignete, ist schon mehr als Schicksal. Ich wusste bereits am Tage des o.g. Einsatzes, dass ich mich an dem 25. Februar im UKE zur Implatation eines Ereignisrecorders einfinden sollte. Ich saß also bereits seit 6,5 Std. im Wartebereich des Herzzentrums zur Überwachung, nachdem mir am Morgen eben dieser Ereignisrecorder in einer ambulanten OP eingesetzt worden war. Ich war Patient, wie jeder dort Wartenden und schon etwas genervt, weil ich lediglich nur noch auf den Entlassungsbericht wartete. Schräg gegenüber von mir saß ein hochgewachsener Mann von ca. 50 Jahren, flankiert von seinen Eltern, denen er noch einmal schilderte, an was er sich von dem Morgen des 9. Februar noch erinnern konnte. Ich wurde immer aufmerkamer und der Mann kam mir zunehmend bekannter vor. Irgendwann bin ich dann aufgestanden und habe ihn gefragt ob er Herr P. sei. Er sowie seine Eltern sahen mich leicht verwirrt an und dann stellte ich mich vor und begrüßte ihn zurück im Leben. Es waren im Anschluss sehr emotionale Momente und ich hatte die Tage danach reichlich damit zu tun, alles zu verarbeiten. Verrückte Situation: Retter und Geretteter stehen sich beide als Patienten gegenüber.


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