Story 3

 

Happy End

von Elena Perich

„Ich werde jetzt zweimal Geburtstag feiern, jedes Jahr.
Meinen eigentlichen Geburtstag und den Tag X, an dem ich “von den Toten“ zurückgekehrt bin.
Ich hatte viel Pech und noch viel mehr Glück an dem Tag.
Es ist viel besser als ein 6-er im Lotto, denn an dem Tag wurde mir mein Leben wieder geschenkt!

Im Februar 2014 wachte ich plötzlich im Krankenhaus auf. Nach einem kurzen Spaziergang bin ich im Treppenhaus unseres Hauses einfach zusammengesackt. Herzstillstand ... Zum Glück war mein Mann dabei und hat reflexartig mit der Herzmassage begonnen. Dabei schaffte er es noch den Notruf zu wählen. Dank der konkreten Anweisungen am Telefon ist es meinem Mann gelungen, sich einigermaßen zu beruhigen und mit der Herzmassage fortzufahren. Er hat mir das Leben gerettet. Meine Schnappatmung deutete er erst als richtiges Atmen und ohne die Anweisungen des Rettungssanitäters der Feuerwehr Münster am Telefon hätte er höchstwahrscheinlich mit der Herzmassage aufgehört. Dieser bekräftigte meinen Mann immer wieder, mit der Herzmassage fortzufahren. Ohne die Herzmassage wären die Schäden für mich fatal. Nach etwa 6 Minuten waren die Rettungskräfte da und haben meinen Mann abgelöst. Sie mussten mich noch zweimal defibrillieren und dann wurde ich ins künstliche Koma versetzt. Nach 2 Tagen wurde ich “geweckt”. Leider kann ich mich an gar nichts mehr von dem Tag erinnern. Auch ein Teil des Tages davor und natürlich die paar Tage danach sind aus meiner Erinnerung ausradiert.

Die Ärzte haben bei mir eine angeborene Herzkrankheit diagnostiziert und da die Gefahr besteht, dass mir Ähnliches noch mal passiert, wurde ein Defibrillator eingesetzt. Jetzt, 2 Monate später, geht es mir körperlich soweit ganz gut und ich kann auch schon wieder arbeiten.

Ich hatte unglaublich viel Glück, dass mein Mann da war. Denn nur dank seiner unverzüglichen Herzmassage und den kompetenten Anweisungen der Notrufleitstelle konnte der Notarzt noch was für mich tun.

Übrigens habe ich meine Retter aus der Notrufzentrale und dem Einsatzteam persönlich kennengelernt. Auch meinem Mann war es sehr wichtig, der Stimme am Notruftelefon ein Gesicht zuordnen zu können. Wir haben einen Termin ausgemacht und es sind alle zusammen gekommen, die an dem Einsatz mitgewirkt haben! Ca. 5 Leute haben extra für mich freigenommen!!! Es war unglaublich rührend und bewegend für mich...

Ich bin ihnen allen sehr dankbar, dass ich weiter leben und atmen kann...“

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